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Herren 1

Der Weg zum 2. Platz - Ein Saisonrückblick


Nachdem die vergangen Runde nur im Mittelfeld abgeschlossen werden konnte, wollte man für die Saison 2016/2017 einen kleinen Umbruch wagen und mit einem Trainerwechsel für neuen Schwung sorgen. Der ehemalige Trainer Gerd Weinbrecht blieb als Fitnesstrainer der Mannschaft erhalten und gab sein Amt an Mathias Heider ab, welcher sich zu Beginn der Vorbereitung TGN Veterane Ole Reher mit in das Trainerteam holte.

Mit Trainer M. Heider hatte die TG nun einen Mann an der Seitenlinie, der seine Erfahrung als Spieler aus der zweiten und dritten Bundesliga nun auch als Spieler-Trainer in die Mannschaft einbringen sollte. Ergänzen sollte das Trainergespann O. Reher – wohl einer der erfahrensten Männer in den Reihen der TG wenn es um Coaching geht. Soviel vorab: Mit dieser Trainer-Konstellation bewiesen die Vereinsverantwortlichen ein gutes Händchen. Des Weiteren wurden auch so manche Spielerpositionen durch bekannte Gesichter ergänzt. Maximilian Meinzer kam mit Björn Lahr nach Verletzungspausen und gesammelter Spielpraxis aus der zweiten Mannschaft zurück in die erste Mannschaft.

Noch bevor die Saison losging, gab es jedoch schon das erste Topspiel für die Neureuter. So trat man am 03.08 als erste Mannschaft überhaupt gegen den frisch gebackenen Meister die Rhein-Neckar Löwen in einem Benefizspiel an. Auch wenn das Spiel mit 46:19 verloren ging, war es für alle Beteiligten und den gesamten Verein ein voller Erfolg.

Mit solchen Gegnern bekam man es zum Glück während der Runde nicht zu tun, sodass die Neureuter Handballer mit 15 Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen eine positive Saisonbilanz ziehen konnten. Mit 32:8 Punkten belegten die Heider-Männer nach 20 Spielen den zweiten Platz in einer starken Bezirksliga, in welcher es nicht wie in den vergangenen Spielzeiten zuvor, ein Relegationsspiel für den Vize-Meister gibt. Verdient wäre es sicherlich gewesen: Immerhin stellte Neureut in der vergangenen Saison die stärkste Abwehr der Liga. Mit durchschnittlich nur 23 Gegentoren ließen die Neureuter pro Spiel ganze zwei Gegentore weniger zu, als der BzL-Meister Linkenheim-Hochstetten (durchschnittl. 25 Gegentore). Auch im direkten Duell gegen diesen behielten die Neureuter mit einem 26:26-Unentschieden in der Hin- und einem 24:21-Sieg in der Rückrunde Oberwasser.

„Am Ende wäre sicherlich noch ein wenig mehr drin gewesen (…)“ ist sich TG-Torwart J. Liebau sicher und deutet, ohne es auszusprechen, auf die beiden Niederlagen gegen den Nachbarn aus Eggenstein hin und fügt an, dass „(…) uns die Punkte im Rennen um den Aufstieg gutgetan hätten.“

Wer die Liga-Statistik studiert sieht allerdings auch, dass sich die Heider-Männer immer dann Punkte liegen lassen haben, wenn ihr Angriffsmotor ins Stocken geraten war. Gegen Eggenstein kam die TG-offensive nur auf 22 Tore (Hinspiel) und 24 Tore (Rückspiel), sowie auf 24 Tore gegen die HSG PSV/SCC (Hinrunde). Zwar zeigte sich die Mannschaft zum Ende der Rückrunde konstant offensivstark und erzielten gegen den PSV/SCC, MTV Karlsruhe, TV Malsch und TS Durlach 2 jeweils über 30 Tore, im Ligavergleich reichte es mit 27 Toren pro Spiel jedoch nur einen Platz im Mittelfeld.

Auch, wenn es dieses Jahr nicht für den Aufstieg gereicht hat, ist trotzdem eine starke positive Entwicklung in der Mannschaft zu sehen. Nicht nur das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft, sondern auch einzelne Spieler haben sich sichtbar weiterentwickelt. Hierbei besonders hervorzuheben ist Kreisläufer Michel Lörz, der durch seine harte Spielweise nicht nur den ersten Platz in der ligaweiten Zeitstrafenstatistik sicherte, sondern auch ein wichtiger Indikator für die geringe Gegentorqoute war.

Als Ausblick ließ Trainer Mathias Heider verkünden: „Für die kommende Saison heißt es jetzt, an die starke Rückrunde anzuknüpfen und mit Selbstvertrauen in die neue Spielzeit zu starten“. Leider muss die Mannschaft zukünftig auf den Halb-Linken Maximilian Meinzer verzichten, der nach einer starken Saison sein Karriereende als aktiver Spieler bekannt gegeben hat. Wir bedanken uns auf diesem Wege nochmals recht herzlich für dein langjähriges Engagement als Spieler und freuen uns, auch wenn du uns als Spieler fehlst, ab sofort mit dir einen Fan mehr auf der Tribüne zu haben.

Die Mannschaft bedankt sich bei allen Fans, Sponsoren, Unterstützern, Offiziellen, Betreuern, Trainern und bei dem Verein für die Unterstützung in der vergangenen Saison und hofft auf eine erfolgreiche Saison 2017/2018.