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Frauen 1

Damen 1: Bittere Pleite im Abstiegskampf

KuSG Leimen – TG Neureut 29:28 (14:16)


Nach dem Sieg gegen den Tabellenführer am vergangenen Wochenende hatte man sich auch für das Auswärtsspiel in Leimen einiges vorgenommen. Auch wenn man insbesondere im Rückraum etwas ersatzgeschwächt, dafür aber mit drei Torhüterinnen, den Weg in die Fremde antreten musste, wollte man dennoch die nächsten beiden Punkte zwischen sich und die Abstiegsplätze bringen.

 

Das Spiel startete zunächst ausgeglichen. Die Neureuterinnen brauchten einige Minuten, um sich an das harzlose Spielgerät und die zunächst offensive Deckung der Gastgeberinnen zu gewöhnen. Dann allerdings konnte man durch eine stabile Defensive und schnelles Spiel nach vorne eine 3:8-Führung herausspielen, wodurch die Heimmannschaft nach gut 10 Minuten zu ihrer ersten Auszeit gezwungen wurde. In der Folgezeit konnten die Leimenerinnen den Rückstand zwar etwas verkürzen, allerdings gelang es der TGN, angeführt durch die stark aufspielende Spielmacherin Anna Pfaff, immer wieder, die Abwehr der Gastgeberinnen vor Probleme zu stellen. Leider schaffte es der schmale Kader aber nicht dauerhaft die Konzentration hochzuhalten. So leistete man sich im Angriff einige überhastete oder ungenaue Abschlüsse, die durch die KuSG zu leichten Toren genutzt wurden. So musst man sich trotz einer 11:16-Führung in der 25. Minuten mit einem Pausenstand von 14:16 begnügen.

 

In seiner Halbzeitansprache versuchte Trainer Thomas Ernst seinen Schützlingen die nötige Ruhe für die verbleibenden 30 Minuten mitzugeben. Nach Wiederanpfiff konnte man dann den knappen Vorsprung zunächst noch verteidigen. Allerdings war schon absehbar, dass die Hausherrinnen nicht gewillt waren, kampflos Gastgeschenke zu verteilen. So musste man in der 38.Minuten den 19:19-Ausgleich hinnehmen. Während die Abwehr den Positionsangriff der Gastgeberinnen gut im Griff hatte, konnten man auch in der 2. Halbzeit zu oft bei Kontern der Leimenerinnen nur hinterherrennen. Auch bei Abschlüssen über die Linksaußenposition der KuSG mussten die Torhüterinnen der Gäste zu oft hinter sich greifen. In dieser Phase des Spiels zeigte sich auch vermehrt der Kräfteverschleiß der Ernst-Truppe, die aber trotz allem auch immer wieder versuchte, selbst schnell nach vorne zu spielen. Dank des aufopferungsvollen Kampfes beider Mannschaften blieb das Spiel bis fünf Minuten vor Schluss komplett offen (26:26). Die Neureuterinnen ließen sich in dieser Phase auch von einer aus einem vermeintlichen Wechselfehler resultierenden 2-Minuten-Strafe nicht beeindrucken. Als dann aber die Bank in Person von Coach Thomas Ernst auf Grund einer Geste, an der sich im Regelfall die wenigsten Schiedsrichtern stören, eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam, schlugen die Neureuter Fans auf der Tribüne die Hände über dem Kopf zusammen. Die Heimmannschaft nutze die immer weiter schwindenden Kräfte der TG-Spielerinnen, um sich kurz vor Schluss einen 2-Tore-Vorsprung herauszuspielen, während man selbst in dieser Phase einen 7m nicht im gegnerischen Tor unterbringen konnte. Dennoch hoffte man immer noch auf den Gewinn von zumindest einem Punkt. 1,5 Minuten vor dem Abpfiff konnte man dann auch nochmals den Anschlusstreffer zum 29:28 erzielen. Nachdem der nächste Angriff der Leimenerinnen wiederum kein Durchkommen durch die Neureuter Defensive fand, kam man sogar nochmals zu einer aussichtsreichen Chance, die von den Gastgeberinnen nur durch ein mutmaßlich 7m-würdiges Foul zu verhindern war. Da der Torschiedsrichter auch hier wieder andere Meinung als der Neureuter Anhang war, musste man jedoch konsterniert einen Abwurf für die Gegnerinnen hinnehmen. Die KuSG ließ sich in den verbleibenden Sekunden auch von einer offenen Abwehr nicht aus dem Konzept bringen (im Gegensatz zur TGN im Hinspiel) und hatte so dieses Mal das glücklichere Ende für sich.

 

Nach Abpfiff versuchte Trainer Thomas Ernst seine Spielerinnen durch lobenden Worte für den allen Widrigkeiten wie Verletzungen und Krankheiten zu Trotz gezeigten Kampfgeist und den spielerisch starken Auftritt aufzubauen. Es gilt nun in den verbleibenden 2 Wochen die volle Konzentration auf das verbleibenden Spiel gegen den HC Mannheim-Vogelstang zu richten, um dann hoffentlich am letzten Spieltag den Verbleib in der Verbandsliga feiern zu können. Die Partie in der Sporthalle der Geschwister Scholl Schule in Vogelstang wird am 28.04. um 15.30 Uhr angepfiffen.

 

 

Es spielten:

 

Auf dem Feld:

Judith Pütz, Annalena Schneider (6/2), Lisa Herbst, Melissa Mühl (1), Martina Pyko (4), Kim Rudolf, Fiona Kolb (5), Anna Pfaff (6), Viola Langer (6)

Im Tor:

Lisa Scheurer, Elizabeth Pastor Castro, Sarah Kluge